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Vertiefungsseminar Funktional sprechen und Texte singen

Termin

derzeit kein Termin vorhanden. Bitte bei Interesse im Institut melden.

Zeiten

Samstag: 10:30 – 18:00 Uhr
Sonntag: 10:00 – 13:15 Uhr
mit Pausen

Kosten

Privatkunden 225,- Euro

Anmeldeschluss

Bitte melden Sie sich bis spätestens 3 Wochen vor dem Seminar an. Bei späteren Anmeldungen bitte beim Institut nachfragen, ob noch Plätze frei sind.

Inhalt des Seminars

In diesem Seminar geht es um die Integration des neuen Stimmklanges mit seinen Ordnern Vibrato und Gesangsformanten auf das Sprechen und das Singen von Sprechtexten.

In diesem Seminar geht es darum:

  • Die Stimme bei verschiedenen Vokalen und Konsonanten richtig einzusetzen
  • Die Unabhängigkeit der Zunge vom Kiefer zu erreichen
  • Die Unabhängigkeit der Artikulation von der Schutzfunktion des Kehlkopfes zu erreichen.
  • Typischen Kompensationsmechanismen keine Chance zu lassen
  • Vokale und Konsonanten mit einem Minimum an Aufwand herzustellen und Hilfsspannungen abzubauen
  • Das Vibrato und die Gesangsformanten unabhängig vom Sprechtext wie einen roten Faden durch den Text laufen zu lassen und so die Selbstorganisation des Klanges zu gewährleisten, also klangorientierte Vokale und Konsonanten zu bilden
  • Die Geräusche der Konsonanten als Klanganregung zu nutzen
  • Die Engestellen und speziellen Resonanzverhältnisse
    von Vokalen und Konsonanten für eine Klangbündelung zu nutzen
  • Einen klangorientierten Sprechrhythmus zu finden
  • Zusätzlich geht es um typische Ängste beim Sprechen, Hindernisse in der „Eigenmacht“, die einer guten Sprechstimme eventuell noch im Wege stehen könnten oder bei Vortägen, Präsentationen oder ähnlichem hinderlich sein könnten.
  • Sollten Sie echte Ausspracheprobleme haben (z.B. Lispeln oder wenn Sie kein „ch“ artikulieren können), können Sie im Einzelunterricht erste hilfreiche Tipps bekommen.
    Zusätzliche Einzelstunden sind hier aber empfehlenswert, da dies mehr Zeit beansprucht.

Zielgruppe

Dieses Vertiefungsseminar richtet sich an alle Personen, die ihr Sprechen oder die Artikulation beim Singen verbessern möchten.

Das Vertiefungsseminar richtet sich auch an Therapeutinnen und Therapeuten aus dem Bereich der Logopädie bzw. Sprachheilpädagogik, der Psychologie und der Musiktherapie sowie an Gesangslehrer, Chorleiter, Stimmbildner, Atemtherapeuten, Sprecherzieher, Ärzte usw.

Da der Umgang mit der eigenen Stimme und die Hörarbeit  die Voraussetzung für eine spätere Anwendung der Methode bei eigenen Klienten ist, wird der Schwerpunkt der Arbeit im praktischen Teil auf das Erleben der eigenen Stimme und das Kennenlernen eigener Themen sowie auf die Hospitation bei der Arbeit anderer Gruppenteilnehmer gelegt.

Fortbildungspunkte

Logopädische und musiktherapeutische Berufsgruppen erhalten pro Vertiefungsseminar 11 Fortbildungspunkte (11 Einheiten a 45 Minuten).

Undeutliche Aussprache

Undeutliche Aussprache und Artikulationsstörungen

Viele Menschen, die etwas an ihrem Selbstausruck verbessern möchten, haben nicht nur Stimmprobleme – häufig liegen auch kleinere oder größere Artikulationsprobleme oder Störungen des Redeflusses vor. Diese können dem Gesamteindruck schaden – auch dann, wenn es dem Sprecher und dem Zuhörer nicht wirklich bewusst ist, worin das Problem liegt.

Welche Artikulationsstörungen häufig vorkommen:

Aussprachefehler bei /s/ kommen sehr häufig vor. Auch wenn man nicht im landläufigen Sinne lispelt, so kann es doch sein, dass die Zunge das /s/ leicht unscharf gebildet wird oder der Luftstrom falsch gelenkt wird. Dies führt zu einem weniger scharfen oder „feucht“ klingenden /s/ und hinterlässt beim Gesprächspartner einen unprofessionellen Eindruck.
Dialektbedingt oder im Kindesalter erworben werden häufig auch andere Zischlaute (Frikative) wie /sch/ oder /ch/ auch im Erwachsenenalter noch falsch gebildet.
Haben Sie Probleme damit, ein /r/ im Rachen oder mit der Zungenspitze herzustellen? Das im Deutschen übliche Rachen-/r/ kann gerade nach Operationen der Mandeln oder nach Schnarcher-Operationen möglicherweise schwerer herzustellen sein oder man hat es dialektbedingt nur gelernt, das Zungenspitzen-/r/ anzuwenden. Umgekehrt kann es sinnvoll werden, das Zungenspitzen-/r/ zu erlernen, wenn man andere Sprachen (z.B. spanisch) sprechen muss und dies ohne störenden deutschen Akzent tun möchte.
Probleme, die durch Artikulationsstörungen verursacht werden:
Die Sprache kann unverständlich werden oder leichte Irritationen beim Gesprächspartner auslösen und somit den Kommunikationsprozess behindern.
Die Artikulation wird möglicherweise mit erheblichem Mehraufwand betrieben, sodass über Muskelschlingen auch die Kehlkopfmuskulatur belastet wird, was auch zu einer Ermüdung der Stimme führt.
Häufig liegen Artikulationsstörungen auch sogenannte Funktionelle Schluckstörungen zugrunde, welche dazu führen, dass man Speichel nicht so effektiv abschlucken kann wie andere Menschen. Die Folge – eine sehr feuchte Aussprache. Dies kann abschreckend und unästhetisch auf Kommunikationspartner wirken.

Lösungen – Module der Artikulationstrainings

Um neu artikulieren zu lernen, bedarf es einiger Übung, da sich neue Muskeln aufbauen müssen und jahrelang einstudierte Bewegungsabläufe verändern müssen. Jedoch ist es durchaus möglich und durch das Reflexionsvermögen von Erwachsenen sogar sehr viel leichter schaffbar, die eigene Artikulation noch zu verändern. Die Artikulationsschulungen finden immer als Einzelschulungen statt. Auch Funktionelle Schluckstörungen lassen sich durch ein spezielles Training beheben bzw. verbessern..
Zusätzlich zu den motorischen Übungen wird auch das Gehör geschult. Denn – meist erkennen Betroffene ihren eigenen Sprachfehler gar nicht mehr und müssen lernen, neu hinzuhören.

Wenn es sich um Artikulationsfehler in der eigenen Sprache handelt (zum Beispiel Lispeln) übernimmt dies bei einer entsprechenden Verordnung auch die Krankenkasse. Nähere Informationen dazu unter: www.stimmtherapiepraxis.de

Bei Artikulationsfehlern, die aufgrund eines Dialekts oder Akzents entstanden sind, sind die Kosten für eine Angleichung der eigenen Artikulation keine Kassenleistung, sondern Inhalt eines Einzelcoachings.

Störungen des Redeflusses

Neben Artikulationsstörungen können auch Störungen des Redeflusses die Aussprache negativ beeinflussen. Das zu schnelle Sprechen wird im Fachjargon „Poltern“ genannt und das verlangsamte Sprechen mit Wort-, Silben- oder Lautwiederholungen wird „Stottern“ genannt. In beiden Fällen ist in der Regel Logopädie angezeigt. Nähere Informationen dazu unter: www.stimmtherapiepraxis.de